{"id":244,"date":"2014-02-09T11:00:02","date_gmt":"2014-02-09T09:00:02","guid":{"rendered":"http:\/\/betschner.eu\/wordpress\/?p=244"},"modified":"2015-02-10T14:09:53","modified_gmt":"2015-02-10T12:09:53","slug":"japan-tagebuch-01-was-uns-dort-wohl-erwartet-oder-auch-ich-weiss-ja-schon-alles-ueber-japan-aus-den-medien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/betschner.eu\/wordpress\/?p=244&lang=en","title":{"rendered":"Japan Tagebuch 2014 &#8211; &#8220;Was uns dort wohl erwartet&#8221; oder auch &#8220;Ich wei\u00df ja schon alles \u00fcber Japan aus den Medien&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>Wie bei allen Reisen kommt es nat\u00fcrlich auf die Vorbereitung an. Da die Idee, Urlaub in Japan zu machen, mehr aus einer Laune heraus entstand, als von langer Hand geplant gewesen zu sein, gestalteten sich die Vorbereitungen eher hektisch und planlos, denn wohl organisiert.<\/p>\n<p>Eigentlich keimte die Idee, mal nach Japan in den Urlaub zu fliegen, bereits weit vor Fukushima. Zumindest auf mich \u00fcbte Japan schon lange eine magische Anziehungskraft aus. Ich kann nicht genau sagen woher das Interesse an der japanischen Kultur kam, jedoch waren es urspr\u00fcnglich nicht die Animes und Mangas, die es weckten (zumindest nicht bewusst und auch nicht die neuen).<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich festigte sich der Wunsch, dieses Land kennenzulernen, gerade durch besagte Mangas und Animes, aber noch viel st\u00e4rker (wenn wir es jetzt mal auf die mediale Darstellung reduzieren) durch Klassiker wie &#8220;Lost in Translation&#8221; und &#8220;Wasabi&#8221;.<\/p>\n<p>Wissenschaftlich hoch anerkannte Dokumentationsserien wie &#8220;Gallileo&#8221; auf Pro7 und dazugeh\u00f6rigen weltoffenen Medienjournalisten wie &#8220;Jumbo&#8221; lieferten das fundierte Grundwissen \u00fcber Japan lie\u00dfen nur einen Schluss zu, der \u00e1 la &#8220;Asterix und Obelix&#8221; nur lauten konnte: &#8220;Die Spinnen, die Japaner.&#8221;<\/p>\n<p>Blinkende Trucks, pervers gepimpte Fahrr\u00e4der, ein Dackel-Fanclub um S\u00fcden des Landes und nat\u00fcrlich die in Ganzk\u00f6rper-Strumpfhosen durch die Tykyoter Metro springen Einheimischen Power-Ranger-Fans, die jungen M\u00fcttern dabei helfen, den Kinderwagen die Treppen hochzubuxieren. Und nat\u00fcrlich rennen an jeder Ecke Cosplayer herum (f\u00fcr alle, die nicht sich darunter nichtsvorstellen k\u00f6nnen: Kunstvoll verkleidete Fans diverser Manga und Anime-Titel), bzw. fallen diejenigen negativ auf, die eben nicht so herumlaufen.<\/p>\n<p>End vom Lied: Ich wollte unbedingt hin, meine bessere H\u00e4lfte nicht.<\/p>\n<p>Ein Dilemma!<\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise sind wir beide begeisterte Tee-Trinker. Kann also ein Land, welches K\u00f6stlichkeiten wie Matcha-Tee und mit dem Japan Sencha den wohl besten gr\u00fcnen Tee der Welt hervorgebracht hat wirklich so befremdlich sein?<\/p>\n<p>Der Auftrag lautete also, das wahre Gesicht von Japan zu finden. Irgendwo zwischen Gallileo, Hollywood und der Connichi. Letztere half uns zumindest schon einmal dahingehend, dass neben dem bunten Programm auch die richtigen Eindr\u00fccke des japanischen Lebens zu finden waren: Teezeremonien, Einstieg in die japanische Sprache, Kalligrafie-Kurse, Kimono-Workshops und nat\u00fcrlich Meet-and-Greet mit japanischen Stars und H\u00e4ndlern.<\/p>\n<p>Die neuen Eindr\u00fccke mussten nat\u00fcrlich untermauert und gefestigt werden, also f\u00fchrte uns unser Weg zu diversen Onlien- und Offline-Buchh\u00e4ndlern und in die Bibliothek.<br \/>\nEin Bildband, den wir bei Thalia fanden, offenbarte uns eine untersch\u00e4tzte Wahrheit:<br \/>\nJapan besteht nicht nur aus Tokyo, Kyoto, Hiroshima und Nagasaki!<br \/>\nTraumhafte Str\u00e4nde, winterliche Landschaften, idyllische Bergk\u00e4mme und nat\u00fcrlich die kunstvollen Tempel- und Schreinanlagen, die das Land \u00fcberziehen, bieten einen krassen Kontrast zu dem, was die Medien der westlichen Welt als Japan pr\u00e4sentieren &#8230; mit einer Ausnahme &#8230;<br \/>\n&#8230; in der Bibliothek fanden wir ein Reisevideo mit Empfehlungen der sehenswertesten Ziele in Japan. Und zum ersten Mal seit Beginn unserer Recherchen stellten wir fest: Berichterstattung \u00fcber Japan kann auch g\u00e4hnend langweilig sein.<\/p>\n<p>Just for Fun st\u00f6berten wir die Lekt\u00fcren durch und w\u00e4hrend ich wenig optimistisch ob der Umsetzung des Vorhabens war, steigerte sich Manuela f\u00f6rmlich ein einen Japan-Rausch. Binnen weniger Tage waren Reiserouten, Unterk\u00fcnfte und Fortbewegungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr drei Wochen (sonst lohnt sich der Aufwand nicht) ausgelotet, ausgewertet und in realistische Reisepl\u00e4ne umgewandelt. Die Gedanken schweiften unweigerlich an all diejenigen Pioniere ab, die eine solche Reise einst ohne Google und Booking.com planen mussten, lediglich bewaffnet mit einem in die Jahre gekommenen Reisef\u00fchrer. Demut und Ehrfurcht dominierten diese Gedanken.<\/p>\n<p>Nach langem Hin und Her, nach zahlreichen Diskussionen \u00fcber die Sinnhaftigkeit einer solchen Reise, nach Auswertung aller ver\u00f6ffentlichten Strahlenwerte f\u00fcr die Bereiche Fukushima, Tokyo und Hiroshima, nach virtuellem Begehen der m\u00f6glichen Hotels sa\u00dfen wir nundann vor dem PC und wussten letztlich nicht, ob wir f\u00fcr den finalen Schritt wirklich bereit sind. Klar war, der Flug sollte vermeintlich sicher sein, also keine Billigflieger. Und wir wollten nach M\u00f6glichkeit die Kirschbl\u00fcten sehen, also recht bald aufbrechen. Wie auch immer wir auf der Seite von Emirates landeten l\u00e4sst sich nicht mehr ganz rekonstruieren. Jedoch hatten wir von dieser Fluglinie nur Gutes geh\u00f6rt und, was noch viel wichtiger ist, es gab laut Wikipedia noch keine Vorf\u00e4lle mit Todesopfern seit der Gr\u00fcndung der Fluglinie. Immerhin zwei schlagende Argumente.<br \/>\nAuch die Pr\u00fcfung des Preises bot einige \u00dcberraschungen. Nachdem wir uns einen groben Zeitraum zurechtgelegt hatten und den Flugzeitraum etwas hin und her schoben sollte es vom 24. April 2014 bis zum 16. Mai 2014 (Ankunft in Deutschland wieder am 17. Mai 2014) f\u00fcr einen Preis von 1280 Euro ab D\u00fcsseldorf \u00fcber Dubai nach Japan gehen. Flugzeit Hin: 6 + 9 Stunden, Flugzeit Zur\u00fcck 11 + 6 Stunden &#8230; R\u00e9sum\u00e9: Nicht ganz abw\u00e4gig.<\/p>\n<p>Japan, wir kommen?????<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie bei allen Reisen kommt es nat\u00fcrlich auf die Vorbereitung an. Da die Idee, Urlaub in Japan zu machen, mehr aus einer Laune heraus entstand, als von langer Hand geplant gewesen zu sein, gestalteten sich die Vorbereitungen eher hektisch und planlos, denn wohl organisiert. Eigentlich keimte die Idee, mal nach Japan in den Urlaub zu fliegen, bereits weit vor Fukushima. Zumindest auf mich \u00fcbte Japan schon lange eine magische Anziehungskraft aus. Ich kann nicht genau sagen woher das Interesse an der japanischen Kultur kam, jedoch waren es urspr\u00fcnglich nicht die Animes und Mangas, die es weckten (zumindest nicht bewusst und auch nicht die neuen). Nat\u00fcrlich festigte sich der Wunsch, dieses Land kennenzulernen, gerade durch besagte Mangas und Animes, aber noch viel st\u00e4rker (wenn wir es jetzt mal auf die mediale Darstellung reduzieren) durch Klassiker wie &#8220;Lost in Translation&#8221; und &#8220;Wasabi&#8221;. Wissenschaftlich hoch anerkannte Dokumentationsserien wie &#8220;Gallileo&#8221; auf Pro7 und dazugeh\u00f6rigen [&#8230;]<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><a class=\"post-readmore\" href=\"https:\/\/betschner.eu\/wordpress\/?p=244&#038;lang=en\"><\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8,7],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/betschner.eu\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/244"}],"collection":[{"href":"https:\/\/betschner.eu\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/betschner.eu\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/betschner.eu\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/betschner.eu\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=244"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/betschner.eu\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/244\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":296,"href":"https:\/\/betschner.eu\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/244\/revisions\/296"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/betschner.eu\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=244"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/betschner.eu\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=244"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/betschner.eu\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=244"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}